Presse & Kritiken     "P R Ä L U D I U M"
 

Ahoi Thorsten Klentze Quintett feat.Charlie Mariano
(Konnex KDVD 6001)

Das frühere Zusammenspiel der Mitglieder des Ensembles um den Gitarristen und Komponisten Thorsten Klentze lieferte eine hervorragende Grundlage für dieses großartige Jubiläums-Werk. Das Ergebnis kann sich sehen und hören lassen! In fast kammermusikalischen Vortrag hört/sieht man ein faszinierendes contemporary Jazzkonzert mit der ganz eigenen Handschrift des Quintetts. Lyrisch, raffiniert, überraschend sind sowohl die Kompositionen als auch das Spiel. Erstere stehen im Vordergrund, meist aus der Feder Klentzes und bieten eine äquivalente Grundlage für die einfallsreichen Soli. Die ungewöhnliche Besetzung wird den Kompositionen mehr als gerecht; alles in allem eine neu und frisch anmutende Musik in meisterlichem Vortrag.
Fazit: Hoffen wir, daß der Titel der DVD programmatisch ist und weiteres folgen wird.
Andreas Polte – www.archtop-germany.de

Thorsten Klentze auf Erfolgstourtop

Modern Jazz der Extraklasse
Gilching- Der Gitarrist, Komponist, Bandleader und Produzent Thorsten Klentze aus Gilching spielt seit seinem 16. Lebensjahr Gitarre und feierte seine ersten Erfolge in Hamburger Folkclubs. Sein Talent als Gitarrist und Komponist entwickelte er als Sideman und Leader, bis sich 1984 die Grup-pe „FISHERMAN`S BREAK“ formierte, die bis 1992 regelmäßig tourte. Da-nach entwickelte er mit Marika Falk und Jost H. Hecker ein neues Konzept und lud 1995 die Saxophon Legende Charlie Mariano als Gastsolisten ins` Studio ein. 1998 kam der Multiinstrumentalist Roger Jannotta ins` Quartett. 1999 nahm die Gruppe mit Mariano und Jannotta die Live-CD „MARIANO“ auf. Die CD „AHOI“ (2002) wurde zu einem weiteren Meilenstein des Quar-tetts. In der europäischen Jazz-Szene hat sich der Gilchinger mit seiner Band längst etabliert. Mit Mariano, Jannotta, Hecker und Sascha Gotowt-schikow stellt das Thorsten Klentze Quintett derzeit seine neue DVD „PRÄLUDIUM“ vor. Die hochkarätigen Musiker beweisen „unglaubliche Spielleidenschaft“ auf der Bühne, sie glänzen durch instrumentale Vielsei-tigkeit und ziehen das Publikum mit ihrer besinnlichen Musik in ihren Bann. Zehn rhytmische Stücke bieten Smooth-Jazz der Extraklasse mit Ausfügen in die Klassik. Vor allem Klentzes Eigenkompositionen „Ahoi“, „Good to see you" und X-Mas Blue gehen unter die Haut. Musik, die Freude, Liebe, Trauer, Hoffnung und vor allem Seele hat.

bk Überzeugen durch ausdrucksstarken „Lyrical Modern Jazz“: R. Jannotta, C. Mariano, M. , T. Klentze und J. H. Hecker (vl.n.r). Foto: Horst Kraft

Jazzthing April/Mai 2005
Thorsten Klentze Quintet feat. Charlie Mariano.
Präludium “ DVD- Konnex/jazz-network.com “

Die visuellen Konsumenten quält zu Beginn vor allem eine Frage: Wo, bitte, meine Herren Klentze und Mariano, gibt es noch so herrlich kitschige Popart-Hippie-Hemden? Die zweite beantwortet sich nach 63 Minuten von selbst. Denn Thorsten Klentze, Gitarrist aus Gilching bei München, schafft tatsächlich einen Brückenschlag zwischen improvisierter und klassischer Musik. Weil er einfach mit den diametralen Polen spielt, im wahrsten Sinn des Wortes. In seinem wunderbaren „Präludium“-Projekt umgeht er geschickt alle Third-Steam-Fallstricke und taucht in seinen eigenen ästhetischen Ozean ein. Es ist dieser Schuss Humor, dieses lässige Draufgängertum von Klentzes Partnern Roger Jannotta - Reeds - , Jost Hecker – Cello -, Marika Falk –Percussion- und vor allem des unverwüstlichen Charlie Mariano, das vielen Crossover-Projekten abgeht. Sowohl die luftigen Klassikbearbeitungen als auch ein Stück wie „Bremsflüssigkeit“ verbreiten eine angenehm klischeelose Zufriedenheit. Noten wie Knallerbsen, durch ein Pusterohr geschossen oder die Tonleiter im Schweinsgalopp rauf- und runtergetrieben – und dann noch diese Hemden: Ein mehr als seltener Genuss. Rk.

Jazzpodium Mai 2005
Thorsten Klentze Quintet Feat. Charlie Mariano
Präludium Konnex KDVD 6001/jazz-network,com
Wenn ein Stück, sogar das erste auf einer DVD „Bremsflüssigkeit“ heißt, dann kann das nur von Thorsten Klentze sein, und dann ahnt man auch schon, wo´s lang geht – jedenfalls nicht in die ausgelatschten Gefilde totgepflegter Konventionen. Das gilt, auch wenn des rheinischen Gitarristen DVD-Debut den Titel „Präludium“ trägt. Aber so heißt eben ein Stück – ungenauer: „Thema über Präludium“. Zweimal sogar macht das Thorsten Klentze Quintet – mit Roger Jannotta, ts,ss,b-cl.fl, Jost Hecker, cello, Marika Falk, perc. und dem großen Charlie Mariano mit seinem ulkigerweise immer wieder von modernistischen Gitarristen verehrten Horn, dem Thomaskantor seine Aufwartung, noch mit der von Jannotta frisierten „Sarabande“, dem alten Schlachtschiff der Hochzeit von Play Bach und Baroque Jazz Ensemble. Wer die noch im Ohr hat, wird sofort wissen, was Klentze & Band nun aber doch ganz anders angehen. Und überhaupt: Die beiden Bach-Kotaus sind ja gar nicht die kulturtragenden Elemente dieses Live-Mitschnitts aus Werne vom Oktober 2003. Dazu ist keiner hier Opportunist genug. Jannotta auch nicht. Der hat immerhin für die Münchener Kammerspiele für „Faust“, „King Lear“ und den „Sturm“ komponiert. Cellist Hecker hat Lorbeer geerntet bei Konstantin Wecker und Mercedes Sosa und vor allem mit dem Modern String Quartet. Und auch die Ungarin Marika Falk trommelt weitläufig multikulturell in nicht gerade tutigen Gruppen. Na ja, und Mariano.....

Was da also mehr als eine Stunde lang abläuft, ist vor allem eine energiereiche, nicht unbedingt akademische – aseptischen Wiedererweckung des 1995-, noch ohne Janntta entstandenen, Albums „Tigrib“, Thorstens Durchbruch. Kopflastig und dennoch gefühlvoll sei seine Kompositionsarbeit, wand sich vor dieser Musik die SZ. Kollege Schaal flocht dem Gitarristen gar „visionäre Linien„ ins Saitenspiel. Und an der schönen blauen Donau schrieb einer: „ Dezent, leise aber bestimmt treibt Klentze seinen Nonkonformismus voran.“ Ein anderer fand gar, dass Thorsten das europäische Prinzip im Jazz herausgepfriemelt habe. „Er befände sich auf Spurensuche... nutzt Klassik und östliche ´Rhythmen, Improvisationen und streng kompositorische Maßstäbe.“. Und Klaus Mümpfer wand ihm den ultimativen Kranz: Er zupfe „ mit der Abgeklärtheit eines Jim Hall und der Innovationskraft eines Philip Catherine ...“ Aber das mit dem Nonkonformismus, das stimmt ja. Und so ist diese Musikstunde aus Werne tatsächliche ein spannendes Unternehmen mit Ecken und Kanten, dessen Vorzüge oft im harmonischen Detail verborgen, oft genug aber auch in der Interaktion unüberhörbar sind. Der Elder Statesman des Jazz Mariano ebenso wie Jannotta und die anderen, sie sind halt aus ganz ähnlichem Holz geschnitzt, wie dieser markante, leichthändig-unbequeme Röder-Spieler, der insbesondere mit diesem Quintett tatsächlich auf so etwas zusteuert, das vielleicht eines Tages tatsächlich mal als „Weltmusik“ verstanden werden könnte. Und das ist ja nun wirklich nicht gerade wenig. Alexander Schmitztop

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